Von Employer Branding bis Corporate Content: Welche Videos für dein Unternehmen Sinn machen, was sie kosten und wie du sie optimal nutzt
Einleitung
Video ist nicht mehr optional für Unternehmen. Es ist die Art, wie Menschen 2026 Informationen konsumieren, Entscheidungen treffen und Unternehmen bewerten, bevor sie überhaupt Kontakt aufnehmen.
Die Zahlen aus dem deutschsprachigen Raum sprechen eine klare Sprache: 86% der Marketing Entscheider in der DACH Region nutzen Video Content in ihrer Kommunikation (Statista 2024). Dabei verbringen Menschen in Österreich durchschnittlich 17 Stunden pro Woche mit Online Videos (Digital Austria Report 2025). Besonders relevant für B2B: 73% der Entscheider bevorzugen Videos, um sich über Produkte und Services zu informieren, weil sie in kurzer Zeit mehr verstehen als durch das Lesen von Text (Wyzowl 2025). Bei der Mitarbeitersuche ist Video noch wichtiger geworden – 67% der Bewerber schauen sich Videos über potenzielle Arbeitgeber an, bevor sie sich bewerben (LinkedIn Recruiting Trends 2025).
Für Unternehmen in Wien bedeutet das eine fundamentale Verschiebung: Wer 2026 keine Videos produziert, verliert nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Glaubwürdigkeit. Deine Bewerber erwarten zu sehen, wie es bei dir wirklich aussieht, bevor sie ihre Bewerbung schreiben. Deine Kunden wollen verstehen, was du machst und wer hinter dem Unternehmen steht, bevor sie dich kontaktieren. Deine Partner wollen echte Einblicke in deine Arbeitsweise bekommen, bevor sie eine Zusammenarbeit eingehen.
Der Blick in die Zukunft zeigt eine weitere wichtige Entwicklung: Während KI Tools Videoproduktion technisch zugänglicher machen, steigen gleichzeitig die Erwartungen an Authentizität dramatisch. Generische Stock Videos und perfekt inszenierte Imagefilme funktionieren immer weniger, weil Menschen gelernt haben, diese als unecht zu erkennen. Was 2026 wirklich funktioniert, sind echte Einblicke in echte Unternehmen mit echten Menschen, die zeigen wie sie arbeiten und wofür sie stehen.
Das ist die Chance für Österreichische Unternehmen: Wer jetzt in professionelle Videoproduktion investiert und dabei auf Authentizität statt auf Hochglanz setzt, der schafft Content der nicht nur Jahre funktioniert, sondern auch die richtigen Menschen anzieht – als Mitarbeiter, als Kunden, als Partner.
Dieser Guide zeigt dir konkret, welche Videoarten für dein Unternehmen sinnvoll sind, wie der Produktionsprozess abläuft, mit welchen Kosten du rechnen musst und vor allem: wie du deine Videos so nutzt, dass sie wirklich funktionieren. Am Ende weißt du nicht nur, was möglich ist, sondern auch, was für dich konkret Sinn macht und welche Videos dir helfen, deine Ziele zu erreichen.
Übersicht
Die verschiedenen Video-Typen für Unternehmen

Employer Branding Videos
Employer Branding Videos zeigen authentisch, wie es bei dir wirklich ist, indem Mitarbeiter über ihre tägliche Arbeit, ihre Teams und ihren Arbeitsalltag sprechen. Das Ziel ist nicht, möglichst viele Bewerbungen zu bekommen, sondern die richtigen Menschen anzuziehen, die tatsächlich zu deiner Unternehmenskultur passen. Diese Videos funktionieren am besten als Serie von mehreren kurzen Clips, wobei jedes Video 60 bis 90 Sekunden lang ist und einen Mitarbeiter, eine Abteilung oder einen Aspekt der Unternehmenskultur zeigt.
Einsatzort: Karriereseite, LinkedIn, Instagram, im Bewerbungsprozess
Für wen: Unternehmen mit Fachkräftemangel, die zeigen wollen wofür sie wirklich stehen
Recruiting Videos
Während Employer Branding Videos das gesamte Unternehmen zeigen, fokussieren sich Recruiting Videos auf spezifische Stellen und Positionen. Sie zeigen den konkreten Job, das Team mit dem man arbeiten würde und die tatsächlichen Anforderungen der Position. Diese Videos sind authentischer und wirksamer als klassische Stellenanzeigen, weil potenzielle Bewerber sehen können, mit wem sie zusammenarbeiten würden und was sie tatsächlich den ganzen Tag machen würden.
Einsatzort: Stellenanzeigen, LinkedIn Jobs, Karriereseite, Recruiting E-Mails
Für was: Schwer zu besetzende Positionen, spezialisierte Rollen, technische Jobs
Corporate Videos & Corporate Communication
Corporate Communication Videos sind die Gesamtkommunikation deines Unternehmens in Videoform und können sowohl intern als auch extern funktionieren. Das können Updates von der Geschäftsführung sein, wichtige Messages an Kunden, Quartalsergebnisse, neue Strategien oder Unternehmensentwicklungen. Der große Vorteil ist, dass diese Videos oft für mehrere Zielgruppen gleichzeitig produziert werden können – ein CEO Update kann sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden relevant sein, wenn es richtig gemacht wird.
Einsatzort: Intranet, Newsletter, Website, LinkedIn, Kundenportale
Für wen: Unternehmen die regelmäßig kommunizieren müssen, wachsende Firmen, internationale Teams
Social Media Content
Social Media Content ist streng genommen kein eigener Video Typ, sondern der Distributionskanal für alle anderen Video Formate. Du kannst Employer Branding Videos auf LinkedIn posten, Recruiting Videos auf Instagram teilen, Produktvideos auf TikTok verwenden oder Event Dokumentationen auf YouTube hochladen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass jede Plattform ihre eigenen technischen Anforderungen, Algorithmen und vor allem Zielgruppen hat, die Content unterschiedlich konsumieren.
Instagram und TikTok funktionieren am besten mit Hochformat Videos, die sofort in der ersten Sekunde visuell fesseln und maximal 60 Sekunden lang sind. LinkedIn bevorzugt Videos zwischen zwei und drei Minuten, wo Expertise und echte Insights im Vordergrund stehen und wo deine Zielgruppe bereit ist, länger zuzuhören wenn der Inhalt wirklich wertvoll ist.
YouTube erlaubt längere Formate ab fünf Minuten aufwärts und ist gleichzeitig die zweitgrößte Suchmaschine nach Google, was bedeutet dass deine Videos dort gefunden werden können wenn sie richtig optimiert sind. Stories auf Instagram und Facebook sind vergänglich und funktionieren am besten wenn sie spontan wirken, auch wenn sie manchmal geplant sind.
Was aber speziell für Social Media produziert wird und selten woanders funktioniert, sind diese Inhalte: Behind the Scenes Material das zeigt wie etwas entsteht statt nur das fertige Ergebnis zu präsentieren. Menschen lieben es zu sehen wie Videos gedreht werden, wie Produkte hergestellt werden oder wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht, weil es Authentizität schafft und Nähe aufbaut.
Trend basierte Videos nutzen aktuelle Formate, Sounds oder Challenges und adaptieren sie für dein Unternehmen, was besonders auf TikTok und Instagram Reels funktioniert aber Fingerspitzengefühl braucht damit es nicht peinlich wirkt.
Sketches und humorvolle Inhalte können komplexe Themen zugänglich machen oder einfach Persönlichkeit zeigen, wobei Humor im B2B Kontext funktioniert wenn er clever ist und nicht aufgesetzt wirkt.
Der kritische Erfolgsfaktor bei Social Media Content ist Regelmäßigkeit, und zwar nicht einmal pro Monat sondern mehrmals pro Woche oder sogar täglich je nach Plattform und Ressourcen. Ein perfektes Video pro Monat verliert gegen authentische Videos drei bis fünf Mal pro Woche, weil Algorithmen Konsistenz belohnen und weil deine Zielgruppe dich nur dann wahrnimmt wenn du präsent bist. Das bedeutet nicht dass jedes Video aufwendig produziert sein muss – ein spontanes Smartphone Video das einen echten Einblick gibt, funktioniert oft besser als ein perfekt ausgeleuchtes Studio Video das nichts aussagt.
Die größte Herausforderung bei Social Media Content ist die Balance zwischen Authentizität und Professionalität zu finden, zwischen aktuellen Trends und zeitlosen Inhalten, zwischen Unterhaltung und echtem Mehrwert. Unternehmen die das verstehen und Content produzieren der wirklich zu ihnen passt statt blind Trends zu folgen, bauen langfristig eine Community auf statt nur kurzfristige Views zu sammeln.
Plattform-spezifische Anforderungen:
Instagram/TikTok (Hochformat, schneller Schnitt, Untertitel Pflicht, Hook in erster Sekunde), LinkedIn (längere Videos möglich, professioneller Ton, Expertise zeigen), YouTube (SEO optimiert, längere Formate, Thumbnails wichtig), Stories (vergänglich, spontan, persönlich)
Typische Social Media spezifische Inhalte:
Behind the Scenes, Trend Videos, Sketches & Humor, Quick Tips, Team Vorstellungen, Day in the Life, Reaktionen auf Kommentare
Einsatzort: Alle Social Media Kanäle, organisch und als bezahlte Werbung
Für wen: Jedes Unternehmen das sichtbar sein und eine Community aufbauen will
Videos für die Website
Deine Website braucht Videos, weil Besucher Videos konsumieren statt lange Texte zu lesen und weil Videos die Verweildauer erhöhen, was sowohl für Conversions als auch für SEO wichtig ist. Ein kurzes Intro Video auf der Startseite erklärt in 30 bis 60 Sekunden, was du machst und für wen, ohne dass Besucher scrollen oder lesen müssen. Testimonials von zufriedenen Kunden schaffen Vertrauen viel stärker als geschriebene Zitate. Team Vorstellungen zeigen, wer hinter dem Unternehmen steht und machen dich greifbarer. Prozess Erklärungen helfen potenziellen Kunden zu verstehen, wie die Zusammenarbeit mit dir abläuft.
Typische Website Videos:
Homepage Hero Video (30-60 Sekunden), Über Uns / Team Videos, Service Erklärungen, Kunden Testimonials, Prozess Videos
Einsatzort: Startseite, Service Pages, Über Uns, Kontaktseite
Für wen: Jedes Unternehmen mit Website, besonders B2B Services
Imagefilme
Ein Imagefilm zeigt dein Unternehmen ganzheitlich und beantwortet die grundlegenden Fragen: Wer seid ihr? Was macht ihr? Wofür steht ihr? Anders als früher, wo Imagefilme oft hochglänzend und perfekt inszeniert waren, funktionieren heute Imagefilme am besten, wenn sie ehrlich zeigen, was dein Unternehmen wirklich ausmacht. Ein guter Imagefilm ist zwei bis vier Minuten lang und kombiniert Aufnahmen aus dem echten Arbeitsalltag mit Statements von Mitarbeitern oder Geschäftsführung, die erklären, was das Unternehmen besonders macht.
Einsatzort: Website, Messen, Präsentationen, Kundenakquise, Investoren Gespräche
Für wen: Etablierte Unternehmen, B2B Kommunikation, Unternehmen die komplexe Leistungen erklären müssen
Event Dokumentation
Events wie Firmenfeiern, Konferenzen, Produktlaunches oder Jubiläen passieren nur einmal, aber eine gute Video Dokumentation hält sie für Jahre fest und schafft Content für Monate danach. Neben den Highlights des Events selbst sind Interviews mit Teilnehmern besonders wertvoll, weil sie die Atmosphäre und Bedeutung des Events aus verschiedenen Perspektiven zeigen. Eine Event Dokumentation kann später für Social Media, interne Kommunikation, Jahresrückblicke oder als Beweis für erfolgreiche Veranstaltungen genutzt werden.
Einsatzort: Social Media, interne Kommunikation, Website News, Jahresrückblicke, Danke Videos an Teilnehmer
Für wen: Unternehmen die Events veranstalten, Konferenzen organisieren, Jubiläen feiern
Livestreaming
Livestreaming ermöglicht es, Events in Echtzeit zu übertragen, sodass Mitarbeiter die nicht vor Ort sein können trotzdem dabei sind, Kunden weltweit teilnehmen können oder Transparenz bei wichtigen Ankündigungen geschaffen wird. Die technische Komplexität kann von einfachen Smartphone Streams mit einem Stativ bis zu professionellen Multi Kamera Produktionen mit Ton, Licht und Regie reichen, je nachdem wie wichtig das Event ist und wie viele Menschen zuschauen sollen.
Einsatzort: Konferenzen, Town Halls, Produktlaunches, Webinare, Q&A Sessions
Für wen: Unternehmen mit verteilten Teams, internationale Kunden, transparente Kommunikation
Produktvideos & Erklärvideos
Produktvideos zeigen dein Produkt in Aktion und beantworten die wichtigsten Fragen: Wie funktioniert es? Was kann es? Warum braucht man es? Diese Videos können mit echten Menschen und echten Produkten gedreht werden, wo jemand das Produkt verwendet und erklärt.
Erklärvideos gibt es in zwei Varianten: Echte Erklärvideos, wo ein Mensch direkt zur Kamera spricht oder durch einen Prozess führt, funktionieren besonders gut wenn Expertise und Persönlichkeit wichtig sind. Animierte Erklärvideos eignen sich besser für abstrakte Konzepte, Software Features oder komplexe Prozesse, die man visuell vereinfachen muss. Beide Arten haben ihre Berechtigung, je nachdem was du erklären willst und wie komplex das Thema ist.
Einsatzort: Website, Social Media, Sales Präsentationen, Onboarding neuer Kunden, Support
Für was: Komplexe Produkte, Software, B2B Services, erklärungsbedürftige Leistungen
Werbevideos
Werbevideos sind speziell für bezahlte Werbung produziert und müssen in den ersten drei Sekunden funktionieren, weil sie auf Plattformen wie YouTube oder Social Media oft übersprungen werden können. Diese Videos gibt es in verschiedenen Längen – 6 Sekunden für Bumper Ads, 15 Sekunden für Social Media, 30 Sekunden für umfassendere Messages – und jede Länge erfordert eine andere Herangehensweise. Der Call to Action muss klar sein, Untertitel sind Pflicht weil viele Menschen Videos ohne Ton schauen, und die Message muss sofort verständlich sein.
Besonderheiten:
Verschiedene Längen für verschiedene Plattformen, Call to Action muss klar sein, Untertitel Pflicht, funktioniert ohne Ton
Einsatzort: YouTube Ads, Meta Ads, LinkedIn Ads, TV Werbung, Digital Out of Home
Für was: Produktlaunches, Kampagnen, Branding, direkte Response Werbung
Dokumentationen
Dokumentationen geben tiefe Einblicke in dein Unternehmen und werden oft für besondere Anlässe produziert – Jubiläen wie 50 Jahre Firmengeschichte, Kulturvideos die zeigen wie ihr arbeitet und welche Werte euch wichtig sind, oder PR Anlässe wie die Eröffnung neuer Standorte oder das Erreichen wichtiger Meilensteine. Diese Videos sind länger als die meisten anderen Formate, typischerweise zwischen 5 und 15 Minuten, weil sie echte Geschichten mit Tiefe erzählen sollen und nicht nur schnelle Messages vermitteln.
Einsatzort: Website, Events, PR, Firmenarchive, Jubiläumsfeiern
Für wen: Etablierte Unternehmen, besondere Anlässe, Firmengeschichte bewahren
Onlinekurse & Onboarding
Videos für Onlinekurse und Onboarding helfen dabei, Wissen systematisch weiterzugeben, sei es um neue Mitarbeiter einzuschulen, Kunden zu schulen oder interne Prozesse zu erklären. Diese Videos werden meist in Serien produziert, die aufeinander aufbauen und Schritt für Schritt komplexer werden. Der große Vorteil ist, dass du das Wissen einmal professionell aufnimmst und dann immer wieder verwenden kannst, statt es jedes Mal neu erklären zu müssen.
Einsatz: Intranet, Learning Management Systeme, Kundenportale, Mitarbeiter Onboarding
Für wen: Unternehmen mit komplexen Prozessen, Produkten die Schulung brauchen, wiederkehrende Trainings
Der Videoproduktions-Prozess
Phase 1: Konzeption & Strategie
Bevor die Kamera läuft, beginnt jede gute Videoproduktion mit strategischen Fragen:
- Was willst du mit diesem Video erreichen?
- Wen willst du erreichen?
- Was soll nach dem Anschauen passieren?
Diese Fragen klingen simpel, aber die Antworten bestimmen alles weitere: von der Länge des Videos über den Ton bis zur Auswahl der Protagonisten.
Die Zieldefinition ist der erste Schritt, wo wir gemeinsam klären ob es um Mitarbeitergewinnung geht, um Kundenakquise, um interne Kommunikation oder um eine Kombination davon. Dann definieren wir die Zielgruppe konkret:
Sprechen wir Gen Z auf TikTok an oder Geschäftsführer auf LinkedIn?
Die Antwort verändert das gesamte Video, von der Länge über die Sprache bis zur visuellen Umsetzung.
Ein weiterer wichtiger Punkt in dieser Phase ist die Entscheidung zwischen dokumentarischem Ansatz und klassischem Drehbuch. Bei dokumentarischen Videos wie Employer Branding oder Event Dokumentation erstellen wir kein detailliertes Skript, sondern einen thematischen Rahmen mit Leitfragen für Interviews. Bei Erklärvideos, Werbevideos oder Imagefilmen entwickeln wir ein klassisches Drehbuch mit genauen Texten, Szenen und Abläufen.
Beide Ansätze haben ihre Berechtigung, je nachdem was authentischer wirkt und was die Message besser transportiert.
Phase 2: Pre Production – Die Planung
Pre Production ist die Phase wo alles organisiert wird, bevor der Drehtag kommt, und gute Planung macht den Unterschied zwischen einem entspannten Dreh und einem chaotischen Tag.
Location Scouting ist besonders in Wien wichtig, weil wir meist nicht im Studio drehen sondern dort wo du arbeitest. Das kann deine Firmenzentrale in der Innenstadt sein, eine Produktionshalle in Liesing, eine Baustelle in Simmering oder ein Labor in der Donaustadt. Wir schauen uns die Location vorher an, prüfen das Licht zu verschiedenen Tageszeiten, checken wo störende Geräusche herkommen könnten und planen wo wir die Kamera aufbauen. Bei Außendrehs auf Baustellen oder in der Stadt kommen zusätzliche Faktoren dazu wie Wetter, Drehgenehmigungen oder Sicherheitsvorschriften.
Die Drehplanung legt fest, wer wann wo gefilmt wird. Wenn wir fünf Mitarbeiter interviewen wollen, planen wir die Reihenfolge so dass niemand lange warten muss. Wenn wir Arbeitsabläufe filmen, koordinieren wir mit den Abteilungen damit der normale Betrieb möglichst wenig gestört wird. Ein guter Drehplan berücksichtigt auch Pausen, Zeitpuffer für Unvorhergesehenes und realistische Zeitfenster pro Interview oder Szene.
Das Casting bedeutet bei Unternehmensvideos meist die Auswahl der Mitarbeiter die vor die Kamera kommen. Wir empfehlen immer mit Freiwilligen zu starten, Menschen die gerne über ihre Arbeit sprechen und sich vor der Kamera nicht unwohl fühlen. Diese ersten Protagonisten sind Gold wert, weil sie anderen Kollegen zeigen dass es nicht schlimm ist.
Equipment Planung hängt vom Video Typ ab: Ein dokumentarisches Employer Branding Video braucht oft nur eine Kamera, ein Mikrofon und natürliches Licht. Ein Produktvideo mit mehreren Perspektiven braucht vielleicht zwei Kameras, zusätzliches Licht und spezielles Equipment. Wir planen das Equipment so dass wir flexibel bleiben aber trotzdem professionelle Qualität liefern können.
Beim Drehbuch unterscheiden wir zwischen vollständig geskripteten Videos und thematischen Leitfäden. Ein Erklärvideo oder Werbevideo bekommt ein detailliertes Drehbuch mit jedem Satz, jeder Kameraeinstellung und jedem Schnitt vorab geplant. Bei dokumentarischen Formaten arbeiten wir mit Leitfragen und thematischen Bögen, die Raum für spontane, authentische Momente lassen.
Phase 3: Production – Der Drehtag
Der Drehtag ist wo alles zusammenkommt was in Pre Production geplant wurde, und gleichzeitig ist es die Phase wo Flexibilität am wichtigsten ist weil nie alles exakt nach Plan läuft.
Bei Record17 arbeiten wir bewusst mit kleinen Teams. Oft sind es nur zwei bis drei Personen: Einer filmt, einer führt Interviews oder koordiniert. Selten mal 5 Personen. Keine riesigen Filmcrews mit 15 oder mehr Leuten die gleichzeitig vor Ort sind. Der Grund ist einfach: Je kleiner das Team, desto entspannter die Atmosphäre, besonders für Menschen die nicht gewohnt sind vor der Kamera zu stehen. In einer Firma oder auf einer Baustelle wollen wir nicht wie eine Filmproduktion wirken die alles lahmlegt, sondern uns einfügen und beobachten.
Beim Filmen in Firmen passen wir uns dem normalen Arbeitsablauf an. Wir nutzen natürliches Licht wo möglich, filmen an Orten wo sich Menschen wohlfühlen und nehmen uns Zeit. Die ersten zehn Minuten eines Interviews sind oft Wegwerfmaterial, weil Menschen Zeit brauchen um warm zu werden. Wir quatschen erstmal, bauen eine Verbindung auf, und erst wenn jemand entspannt ist fangen wir wirklich an mit den wichtigen Fragen.
Bei Außendrehs wie auf Baustellen kommen zusätzliche Herausforderungen dazu: Lärm von Maschinen, wechselndes Wetter, Sicherheitsausrüstung die getragen werden muss. Wir planen diese Drehs meist früh morgens oder spät nachmittags wenn das Licht am besten ist, und haben immer einen Plan B falls das Wetter nicht mitspielt.
Multi Kamera Setups verwenden wir wenn wir mehrere Perspektiven gleichzeitig brauchen, zum Beispiel bei großen Projekten, Events, Präsentationen oder wenn wir einen Arbeitsprozess aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen wollen.
Ein 1 Kamera Setup ist flexibler und unauffälliger, was bei dokumentarischen Ansätzen oft besser funktioniert.
Phase 4: Post Production – Schnitt und Finalisierung
Nach dem Dreh kommt die Phase wo aus Stunden von Rohmaterial ein fertiges Video wird, und guter Schnitt macht oft den Unterschied zwischen einem okay Video und einem richtig guten Video.
Der Schnitt beginnt mit Sichtung des Materials. Wir schauen alles durch, markieren die besten Momente, die authentischsten Aussagen, die stärksten Bilder. Bei einem dokumentarischen Employer Branding Video suchen wir nach den Momenten wo Menschen wirklich sie selbst sind, wo sie nicht mehr an die Kamera denken und ehrlich über ihre Arbeit sprechen. Bei einem geplanten Erklärvideo folgen wir dem Drehbuch aber bleiben flexibel wenn wir beim Dreh bessere Momente gefunden haben.
Color Grading sorgt dafür dass alle Aufnahmen farblich zusammenpassen und die richtige Stimmung transportieren. Wir arbeiten dabei bewusst zurückhaltend. Keine übertriebenen Filter oder künstlichen Looks, sondern natürliche Farben die zu deinem Unternehmen passen.
Sound Design und Musik sind oft unterschätzt aber extrem wichtig. Wir mischen die Tonspuren so dass Interviews klar verständlich sind, Hintergrundgeräusche nicht stören aber trotzdem Atmosphäre schaffen, und falls Musik verwendet wird, dass sie unterstützt statt zu dominieren. Bei manchen Videos wie Employer Branding verzichten wir komplett auf Musik weil die Authentizität der Gespräche wichtiger ist.
Feedback Schleifen und Revisions sind der letzte Schritt vor der Finalisierung. Du bekommst einen ersten Schnitt, gibst Feedback, wir passen an. Meist braucht es zwei bis drei Runden bis alles sitzt. Wichtig ist dass wir in dieser Phase Details anpassen können, einen Satz umstellen, eine Szene kürzen, die Musik austauschen, aber keine komplett neuen Inhalte drehen können weil das den Rahmen sprengen würde.
Die Finalisierung und Export bedeutet dass wir das Video in den richtigen Formaten für verschiedene Plattformen exportieren. Ein Video für YouTube braucht andere Spezifikationen als eines für Instagram, und ein Video für deine Website wird anders komprimiert als eines das du in Präsentationen zeigst. Wir liefern dir alle Versionen die du brauchst, optimiert für die Plattformen wo sie zum Einsatz kommen.
Videoproduktion Kosten in Wien: Transparenz & Investment
Was kostet ein Video? Die bessere Frage lautet: Was bringt mir dieses Video über die nächsten Jahre? Ein professionell produziertes Video ist Content der langfristig für dich arbeitet. Ein Employer Branding Video funktioniert zwei bis drei Jahre. Ein Imagefilm hält drei bis fünf Jahre. Event Dokumentationen schaffen Erinnerungen die nicht verfallen. Der Wert liegt nicht im Produktionstag, sondern in den hunderten Stunden wo dein Video für dich arbeitet.
Einzelprojekte vs. Langfristige Zusammenarbeit
Bei Einzelprojekten produzieren wir ein spezifisches Video oder eine kleine Video Serie für dich. Das kann ein Imagefilm sein, ein Produktvideo oder eine Event Dokumentation. Diese Projekte starten bei etwa 1.000 Euro für einfache Social Media Clips und können je nach Komplexität, Drehtagen und Anzahl der Videos bis zu 15.000 Euro oder mehr gehen. Der Vorteil ist Flexibilität – du beauftragst genau das, was du gerade brauchst. Der Nachteil ist, dass nach dem Projekt der Content Flow abbricht und du bei jedem neuen Video wieder von vorne startest.
Langfristige Zusammenarbeit funktioniert anders und ist für die meisten Unternehmen deutlich effektiver. Dabei arbeiten wir über Monate oder Jahre zusammen und schaffen kontinuierlich Content, statt einmal im Jahr ein großes Projekt zu machen. Das hat mehrere Vorteile: Wir lernen dein Unternehmen wirklich kennen, deine Mitarbeiter gewöhnen sich an uns und werden vor der Kamera entspannter, und du bekommst regelmäßig neuen Content statt dass nach drei Monaten alles verbraucht ist. Bei langfristigen Partnerschaften wie mit labors.at sind wir Teil des Teams geworden, was man in der Qualität und Authentizität der Videos sieht.
Die verschiedenen Preismodelle
Monatspakete (Retainer): Du zahlst einen festen monatlichen Betrag und bekommst dafür eine definierte Anzahl an Videos, Fotos oder Drehtagen pro Monat. Das kann zum Beispiel ein Video pro Woche für Social Media sein, oder zwei Drehtage pro Monat mit mehreren Videos als Output. Monatspakete starten typischerweise bei 2.000 bis 3.000 Euro pro Monat, je nachdem was du brauchst. Der große Vorteil ist Planbarkeit: du weißt genau was es kostet, wir können den Content im Voraus planen, und du hast kontinuierlich neues Material für deine Kanäle.
Jahresprojekte: Wir planen ein ganzes Jahr mit dir durch, definieren welche Videos wann produziert werden, welche Events wir begleiten und welche Kampagnen anstehen. Das Jahresbudget wird dann in monatliche Raten aufgeteilt oder in Meilensteinen abgerechnet. Jahresprojekte geben dir die größte strategische Kontrolle, weil wir gemeinsam einen Content Kalender entwickeln der zu deinen Unternehmenszielen passt. Außerdem bekommst du bei Jahresprojekten oft bessere Konditionen als bei Einzelaufträgen, weil wir unsere Kapazitäten langfristig planen können.
Pay as you go (Stundensätze): Für maximale Flexibilität arbeiten wir auch mit transparenten Stundensätzen. Du buchst uns für spezifische Aufgaben – einen Drehtag, Schnitt von bestehendem Material, Beratung für deine Video Strategie – und zahlst nur die tatsächlich geleisteten Stunden. Unsere Stundensätze liegen je nach Aufgabe zwischen 80 und 350 Euro. Das funktioniert gut wenn du punktuell Unterstützung brauchst oder wenn du nicht genau weißt, wie viel Content du produzieren willst. Der Nachteil ist weniger Planbarkeit, weil sich die Kosten pro Projekt unterscheiden können.
Punktesystem: Bei manchen langfristigen Partnerschaften arbeiten wir mit einem Punktesystem, wo verschiedene Leistungen unterschiedlich viele Punkte kosten. Ein Social Media Clip kostet zum Beispiel 5 Punkte, ein ausführliches Interview Video 15 Punkte, ein Drehtag 20 Punkte. Du kaufst ein Kontingent an Punkten (zum Beispiel 100 Punkte für 5.000 Euro) und kannst diese über mehrere Monate flexibel einsetzen wie du willst. Das gibt dir Flexibilität innerhalb eines festen Budgetrahmens.
Transparente Preisgestaltung bei Record17
Wir arbeiten mit vollständiger Transparenz bei den Kosten, weil versteckte Kosten oder unklare Kalkulationen niemandem helfen. Wenn wir ein Angebot machen, siehst du genau was welcher Teil kostet – Pre Production, Drehtage, Post Production, Revisions. Wenn du mit Stundensätzen arbeitest, dokumentieren wir die geleisteten Stunden nachvollziehbar. Wenn du ein Monatspaket hast, weißt du genau was darin enthalten ist und was zusätzlich berechnet würde.
Diese Transparenz bedeutet auch, dass wir ehrlich kommunizieren wenn etwas den Rahmen sprengen würde. Wenn du mitten im Projekt zusätzliche Drehtage willst oder komplett neue Szenen brauchst, sagen wir dir vorher was das kostet, statt es später in die Rechnung zu packen. Das schafft Vertrauen und vermeidet böse Überraschungen.
Was beeinflusst den Preis?
Mehrere Faktoren bestimmen, was eine Videoproduktion kostet, und zu verstehen was den Preis treibt hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen.
Anzahl der Drehtage: Jeder zusätzliche Drehtag bedeutet mehr Equipment, mehr Team, mehr Zeit. Ein Video das an einem halben Tag gedreht wird, kostet naturgemäß weniger als eines das drei Tage Produktion braucht.
Anzahl der Protagonisten: Fünf Mitarbeiter zu interviewen dauert länger als zwei zu interviewen, sowohl beim Dreh als auch beim Schnitt. Jedes zusätzliche Interview bedeutet mehr Material zu sichten, mehr Geschichten zu strukturieren, mehr Abstimmung.
Technische Komplexität: Ein einfaches Interview mit einer Kamera ist günstiger als ein Multi Kamera Setup mit Drohnenaufnahmen und aufwendiger Lichtgestaltung. Animationen, Grafiken oder Special Effects in Post Production erhöhen den Aufwand deutlich.
Länge des fertigen Videos: Ein 60 Sekunden Social Media Clip braucht weniger Schnitt als ein 5 Minuten Imagefilm. Allerdings ist die Länge nicht immer der entscheidende Faktor – manchmal ist es schwerer, ein gutes 60 Sekunden Video zu schneiden als ein 5 Minuten Video, weil jede Sekunde zählt.
Anzahl der Revisions: Normalerweise sind zwei bis drei Feedback Runden im Preis inkludiert. Wenn du deutlich mehr Änderungen brauchst oder grundlegende Dinge umgeworfen werden, kostet das zusätzlich.
Location und Logistik: Drehen in deiner Firma in Wien ist unkompliziert. Drehs auf Baustellen, an verschiedenen Standorten oder mit aufwendiger Anreise erhöhen den Aufwand.
Die gute Nachricht ist: Du hast Kontrolle über viele dieser Faktoren. Wenn dein Budget begrenzt ist, können wir gemeinsam schauen wo wir vereinfachen können, um trotzdem ein gutes Video zu produzieren. Weniger Drehtage, weniger Protagonisten, einfacheres Setup – es gibt immer Wege, professionelle Videos auch mit kleinerem Budget zu realisieren.
Warum langfristige Partnerschaften wirtschaftlicher sind
Wenn du regelmäßig Content brauchst, sind Monatspakete oder Jahresprojekte fast immer günstiger als Einzelprojekte. Warum? Weil wir effizienter arbeiten können wenn wir dein Unternehmen kennen, weil wir Kapazitäten besser planen können, und weil der Aufwand pro Video sinkt wenn wir routiniert zusammenarbeiten. Bei labors.at produzieren wir nach zwei Jahren deutlich schneller als am Anfang, weil wir die Abläufe kennen, die Menschen kennen und wissen was funktioniert. Diese Effizienz geben wir in Form von besseren Konditionen weiter.
Außerdem bekommst du bei langfristigen Partnerschaften mehr Value für dein Budget: Kontinuierlicher Content statt punktueller Projekte, strategische Beratung statt nur Produktion, und ein Team das wirklich versteht wofür dein Unternehmen steht.
Die richtige Videoproduktion in Wien wählen
Die Wahl der richtigen Videoproduktion ist eine Entscheidung, die den Erfolg deiner Videos maßgeblich beeinflusst. Es geht nicht nur um technische Qualität oder den günstigsten Preis, sondern darum, ein Team zu finden das versteht, was du erreichen willst und wie du arbeiten möchtest.
Das Portfolio ist der erste Indikator dafür, ob eine Videoproduktion zu dir passt. Schau dir nicht nur an, ob die Videos technisch gut gemacht sind, sondern ob der Stil zu dem passt, was du suchst. Wenn du authentische Employer Branding Videos willst, aber im Portfolio siehst du nur hochglänzende Werbefilme, wird es schwierig. Achte darauf, ob die Videoproduktion Erfahrung in deiner Branche oder mit ähnlichen Projekten hat. Jemand der schon zehn Employer Branding Projekte gemacht hat, versteht die Herausforderungen besser als jemand der zum ersten Mal in diesem Bereich arbeitet.
Die Spezialisierung der Videoproduktion spielt eine wichtige Rolle. Manche Teams sind spezialisiert auf Hochzeiten, andere auf Werbefilme, wieder andere auf Corporate Content. Bei Record17 liegt unser Fokus auf authentischen Unternehmensvideos, dokumentarischem Stil und Videos mit echten Menschen. Diese Spezialisierung bedeutet, dass wir sehr gut wissen wie man Menschen vor der Kamera entspannt, wie man authentische Interviews führt und wie man Content produziert der ehrlich zeigt, wie es in einem Unternehmen wirklich ist.
„Nach 200+ Produktionen habe ich gelernt: Die beste Kamera hilft nichts, wenn sich Menschen vor ihr unwohl fühlen. Deshalb fokussieren wir uns darauf, eine Atmosphäre zu schaffen wo Menschen sie selbst sein können.“
— Sebastian Hochleitner, Record17 Productions, Videoproduktion Wien
Die Arbeitsweise ist ein oft unterschätzter Faktor. Manche Videoproduktionen arbeiten mit großen Teams und aufwendigen Setups, was für bestimmte Projekte richtig ist. Wir arbeiten bewusst mit kleinen Teams, weil das eine entspanntere Atmosphäre schafft, besonders für Menschen die nicht gewohnt sind vor der Kamera zu stehen. Ein wichtiger Punkt ist auch der direkte Kontakt. Bei uns sprichst du direkt mit den Leuten die dein Video machen, nicht mit Projektmanagern die Informationen weiterleiten. Das bedeutet kürzere Abstimmungswege, schnellere Entscheidungen und die Gewissheit, dass deine Anliegen direkt bei denen ankommen die sie umsetzen.
Videoagentur vs. Freelancer
Wenn du ein Video produzieren lassen möchtest, stehst du oft vor der Wahl: Einzelner Freelancer oder Agentur? Beide Optionen haben ihre Berechtigung, und die Entscheidung hängt von deinen Anforderungen ab.
Der größte Vorteil einer Agentur ist das Team. Wenn du mit einem Freelancer arbeitest und dieser wird krank, fällt der Drehtag aus oder verschiebt sich um Wochen. Bei einer Agentur gibt es Backup. Wenn jemand ausfällt, springt ein Kollege ein. Das bedeutet Planungssicherheit, besonders wenn du feste Termine hast oder wenn mehrere Stakeholder involviert sind.
Verschiedene Expertise unter einem Dach ist ein weiterer wichtiger Punkt. Eine gute Videoproduktion braucht mehrere Skills: Jemand der gut filmen kann, jemand der Interviews führen kann, jemand der schneiden kann, jemand der Color Grading versteht, jemand der Strategie entwickeln kann. Ein einzelner Freelancer kann gut in einem oder zwei Bereichen sein, aber selten in allen. Bei einer Agentur bekommst du Zugang zu verschiedenen Spezialisten die zusammenarbeiten, was die Qualität in allen Bereichen hebt.
Zuverlässigkeit durch Strukturen bedeutet, dass eine Agentur Prozesse hat die funktionieren. Backup von Daten, klare Feedback Schleifen, dokumentierte Abläufe, rechtliche Absicherung. Wenn ein Freelancer seine Festplatte verliert oder plötzlich nicht mehr erreichbar ist, hast du ein Problem. Eine Agentur hat Systeme die solche Risiken minimieren.
Wichtige Fragen die du stellen solltest
Bevor du dich entscheidest, solltest du diese Fragen stellen um herauszufinden, ob der Dienstleister wirklich zu dir passt:
- Wie viele ähnliche Projekte habt ihr schon gemacht?
- Wer ist mein direkter Ansprechpartner während des Projekts?
- Wie läuft der Feedback Prozess ab?
- Was passiert wenn ich mit dem ersten Schnitt nicht zufrieden bin?
- Wie plant ihr die Drehtage und was braucht ihr von uns?
- Wie geht ihr mit kamerascheuen Menschen um?
- Welche Formate und Versionen bekomme ich am Ende?
Diese Fragen zeigen dir schnell, ob die Videoproduktion professionell arbeitet und ob die Chemie stimmt.
Gute Zeichen bei der Auswahl
Am Ende ist die Wahl deiner Videoagentur auch eine Bauchentscheidung. Die technische Qualität und der Preis müssen passen, aber genauso wichtig ist das Gefühl, dass das Team versteht, was du willst und wie du tickst.
Achte auf diese Zeichen:
- Das Team stellt viele Fragen statt direkt Lösungen zu verkaufen
- Du fühlst dich verstanden und ernst genommen
- Die Kommunikation ist direkt und unkompliziert
- Das Portfolio zeigt genau den Stil, den du suchst
- Referenzen bestätigen, dass das Team hält was es verspricht
Eine gute Agentur hört zu, stellt Fragen und entwickelt gemeinsam mit dir die beste Lösung, statt dir ein Standardpaket zu verkaufen.
Video Distribution & Nutzung: Warum die meisten Videos ihr Potential verschenken
Hier ist die harte Wahrheit: Die meisten Unternehmen nutzen ihre Videos nicht optimal. Sie investieren Geld in Produktion, bekommen ein gutes Video, und dann passiert fast nichts. Das Video landet auf der Website, vielleicht einmal auf LinkedIn, und dann verstaubt es digital.
Das ist verschenktes Potential. Ein gut produziertes Video kann auf zehn verschiedenen Kanälen funktionieren, für verschiedene Zielgruppen aufbereitet werden und über Jahre Content liefern. Aber nur wenn du eine Strategie hast, wie du es nutzt.
Der größte Fehler ist einmal posten und fertig. Viele Unternehmen behandeln Videos wie Pressemitteilungen. Sie posten einmal auf LinkedIn, vielleicht auf der Website, und dann ist das Thema durch. Drei Monate später fragen sie sich warum das Video nicht die erhoffte Wirkung hatte. Der Grund ist simpel: Niemand sieht dein Video beim ersten Post. LinkedIn zeigt organischen Content nur einem Bruchteil deiner Follower. Instagram noch weniger. Selbst wenn du 1.000 Follower hast, sehen dein Video vielleicht 50 bis 100 Leute beim ersten Post.
„Ein Video ohne Distributions Strategie ist wie ein Auto ohne Benzin. Es sieht gut aus, aber es bringt dich nirgendwo hin. Wir helfen unseren Kunden nicht nur bei der Produktion, sondern auch dabei, Videos so zu nutzen dass sie wirklich funktionieren.“
— Sebastian Hochleitner, Record17 Productions, Videoproduktion Wien
Ein Video sollte mindestens auf fünf bis sieben Kanälen ausgespielt werden, und das über mehrere Wochen oder Monate verteilt. LinkedIn, Instagram, YouTube, Website, Newsletter, Xing für B2B, und wenn es Sinn macht auch über bezahlte Werbung. Die Kunst liegt darin, das Video für jede Plattform anzupassen und zum richtigen Zeitpunkt zu posten, wenn deine Zielgruppe aufmerksam ist.
Videos sollten nicht isoliert stehen, sondern Teil deiner gesamten Kommunikationsstrategie sein:
- Für Recruiting können Employer Branding Videos auf der Karriereseite prominent platziert werden, in Stellenanzeigen eingebettet werden, per E-Mail an vielversprechende Kandidaten geschickt werden und im Bewerbungsprozess gezeigt werden.
- Für Sales können Produktvideos in Angebote eingebettet werden, Testimonial Videos in Folge E-Mails integriert werden, Imagefilme in Erstgesprächen gezeigt werden und Erklärvideos für komplexe Produkte im Pitch verwendet werden.
- Für interne Kommunikation können CEO Updates per Video statt per E-Mail kommen, Onboarding Videos für neue Mitarbeiter produziert werden und Prozess Erklärungen die immer wieder gebraucht werden festgehalten werden.
Multi Purpose Content: Ein Dreh, viele Outputs
Der smarteste Weg Videos zu nutzen ist Multi Purpose Content. Das bedeutet: Aus einem Drehtag entstehen verschiedene Videos für verschiedene Plattformen und Zwecke.
Ein Beispiel aus einem Employer Branding Drehtag:
- 1 Haupt Video (90 Sekunden) für LinkedIn und Website
- 3 bis 5 kurze Clips (15 bis 30 Sekunden) für Instagram Reels
- 1 längeres Video (3 bis 5 Minuten) für YouTube
- 10 bis 15 Behind the Scenes Fotos für Social Media
- Zitate als Grafiken für LinkedIn Posts
- Audioschnipsel für Podcast oder interne Nutzung
So holst du aus einem Drehtag Content für drei bis sechs Monate statt nur ein einzelnes Video.
Die wichtigste Regel die viele vergessen: Videos veralten nicht so schnell wie du denkst. Viele Unternehmen produzieren ein Video, nutzen es drei Monate und denken dann „das ist jetzt alt, wir brauchen was Neues“. Das stimmt selten. Ein gutes Employer Branding Video funktioniert zwei bis drei Jahre. Ein Imagefilm hält fünf Jahre. Produktvideos funktionieren solange das Produkt aktuell ist. Statt ständig komplett neue Videos zu produzieren, ist es oft besser, bestehende Videos optimal zu nutzen und strategisch neue hinzuzufügen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein professionelles Unternehmensvideo?
Die Kosten variieren je nach Umfang. Einfache Social Media Clips starten bei etwa 1.000 Euro, ein Standard Employer Branding Video liegt zwischen 3.000 und 6.000 Euro, umfangreichere Produktionen mit mehreren Drehtagen können 10.000 bis 15.000 Euro oder mehr kosten. Der genaue Preis hängt von Faktoren wie Anzahl der Drehtage, Team Größe, technischem Setup und Post Production Aufwand ab. Bei langfristigen Partnerschaften oder Monatspaketen sind die Konditionen oft günstiger.
Können wir unsere Videos auch selbst produzieren?
Absolut, und für manche Zwecke macht das Sinn. Spontane Behind the Scenes Stories oder schnelle Updates könnt ihr intern machen. Wir unterstützen euch dabei gerne: Wir können die ersten Videos gemeinsam produzieren und euer Team einschulen, wie ihr selbst guten Content erstellt. Für Social Media Content wo es auf Regelmäßigkeit ankommt, ist diese Hybrid-Lösung oft ideal. Bei größeren Produktionen wie Imagefilmen oder aufwendigen Employer Branding Videos zahlt sich professionelle Unterstützung aus. Die größte Herausforderung ist meistens die Zeit, die jemand intern dafür haben muss.
Wie lange dauert eine Videoproduktion?
Ein einfaches Social Media Video ist in wenigen Tagen fertig. Ein umfangreicheres Employer Branding Projekt mit mehreren Videos braucht vier bis sechs Wochen. Die Zeit teilt sich auf in Pre Production mit Konzeption und Planung (ein bis zwei Wochen), den Drehtag selbst, und Post Production mit Schnitt und Feedback Runden (zwei bis drei Wochen). Wenn es schneller gehen muss, ist das machbar, aber idealerweise planst du mindestens vier Wochen ein.
Wie viel Zeit müssen wir als Unternehmen investieren?
Das kommt auf euer Projekt an. Grundsätzlich nehmen wir euch viel ab. Bei einem typischen Employer Branding Projekt mit einem Drehtag brauchst du in der Pre Production etwa zwei bis drei Stunden für Vorgespräche und Planung. Die Mitarbeiter die vor die Kamera kommen, investieren jeweils 30 bis 45 Minuten ihrer Zeit. In der Post Production gibst du Feedback zum ersten Schnitt, das dauert etwa ein bis zwei Stunden. Bei größeren Projekten mit mehreren Drehtagen ist natürlich jemand von euch dabei, um uns zu unterstützen. Unser Ziel ist, dass ihr euch auf euer Kerngeschäft konzentrieren könnt während wir die Videoproduktion übernehmen.
Brauchen wir ein fertiges Drehbuch?
In den meisten Fällen nicht. Bei dokumentarischen Videos wie Employer Branding arbeiten wir mit thematischen Leitfragen, weil authentische Gespräche besser funktionieren als auswendig gelernte Texte. Bei Erklärvideos oder Werbevideos wo jedes Wort zählt, entwickeln wir das Skript gemeinsam in der Pre Production. Du kommst also nicht mit einem fertigen Drehbuch zu uns, sondern wir entwickeln das gemeinsam basierend auf deinen Zielen.
Was passiert wenn unsere Mitarbeiter kamerascheu sind?
Das ist völlig normal. Fast niemand fühlt sich am Anfang vor der Kamera wohl. Wir schaffen eine entspannte Atmosphäre mit kleinen Teams, nehmen uns Zeit für Gespräche vor dem eigentlichen Dreh und starten mit einfachen Fragen. Die meisten Menschen entspannen sich nach den ersten Minuten deutlich. Wenn jemand trotzdem nicht vor die Kamera will, gibt es immer Alternativen wie Voice Over oder andere Protagonisten.
Wie nutzen wir unsere Videos am besten?
Multi Channel Distribution über einen längeren Zeitraum funktioniert am besten. Postet das Video mehrmals über Wochen verteilt auf verschiedenen Kanälen. Bettet es auf eurer Website ein, nutzt es in Stellenanzeigen, sendet es per E-Mail an relevante Kontakte. Erstellt aus einem Haupt Video mehrere kurze Clips für Social Media. Ein Video sollte mindestens sechs Monate aktiv genutzt werden. Wir helfen euch gerne bei der Distributions Strategie.
Lass uns über deine Videos sprechen

Du hast jetzt einen guten Überblick, welche Video Typen für Unternehmen funktionieren und wie Videoproduktion abläuft. Vielleicht weißt du schon genau, was du brauchst. Vielleicht bist du dir noch unsicher, wo du starten sollst.
In einem 20 bis 30 minütigen Gespräch finden wir gemeinsam heraus, welche Videos für dich konkret Sinn machen und wie wir dich dabei unterstützen können. Wir hören zu, stellen Fragen zu deinen Zielen und geben dir eine ehrliche Einschätzung.
Meld dich einfach, wenn du Lust auf ein Gespräch hast.
Kontakt:
Sebastian Hochleitner
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